„Nanotechnologie – Verbraucherwahrnehmung und verbraucherpolitische Handlungspotentiale“ (abgeschlossen 06/09)
Ein Projekt des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR), durchgeführt in Kooperation mit dem Europäischen Hochschulinstitut Florenz (EUI).
Nanotechnologien gelten als Schlüsseltechnologien für branchenübergreifende Innovationen und als Wachstums- und Entwicklungschance in weitgehend gesättigten Märkten. Auch die EU Kommission will mit ihrem 7.
Forschungsrahmenprogramm Europa als führenden Forschungsraum für nanotechnologische Anwendungen ausbauen. Neben Marktchancen für Industrie- und Konsumprodukte wird in dieser Querschnittstechnologie das Potenzial gesehen, einen wichtigen Beitrag zur Umweltproblematik in Form ressourcenschonender, nachhaltiger Materialien und Produkte zu leisten. Den verbrauchernahen Anwendungen dieser Zukunftstechnologie – insbesondere in Lebensmitteln und Verpackungen, Kosmetika, Textilien und anderen Konsumprodukten – wird von Politik und Wirtschaft ein großes Markt- und Problemlösungspotential zugeschrieben. Allerdings stehen kritische Konsumenten und Verbraucherorganisationen diesen neuen Anwendungen durchaus skeptisch gegenüber, da es sich um eine Technologie handelt, die in Textilien, Kosmetika, Reinigungsmitteln oder Verpackungen körpernah angewendet wird und Risiken bergen kann. Über Nanotechnologie und ihre konsumnahen Anwendungen sind die Verbraucher insgesamt noch wenig informiert. Die Wahrnehmung der Verbraucher ist derzeit aber eher positiv wie aktuelle Studien zeigen.
Die von der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw durchgeführte Vorstudie hat den aktuellen nationalen und internationalen Stand der Forschung bezüglich der Anwendungen von Nanotechnologie im Überblick aufbereitet und Schlüsselthemen, -akteure und Forschungsgruppen sowie Forschungslücken bzw. Forschungsbedarf identifiziert. Die Ergebnisse wurden bewertet und dem baden-württembergischen Verbraucherministerium sowie anderen Ministerien im Rahmen eines Fachworkshops im März 2009 vorgestellt. Weiterhin wurde der verbraucherpolitische Handlungsraum für die baden-württembergische Landesregierung dargestellt.
Der Endbericht der Vorstudie kann hier abgerufen werden:
Eine Kurzfassung der Ergebnisse erscheint als Artikel im DIW Vierteljahresheft zur Wirtschaftsforschung Bietz, Sabine, Scholl, Gerd & Reisch, Lucia. Vorbeugende Verbraucherpolitik im Bereich neuer Technologien – am Beispiel der Nanotechnologien, Heft 3/2009.
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